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Leben und Werke von Heinrich Mann



Heinrich Mann war ein bedeutender Dichter des deutschen Expressionismus. Er wurde am 27.März 1871 in Lübeck geboren.Sein Vater, Thomas J. H. Mann, war Senator und besaß eine wichtige Handelsfirma. Heinrich durchlief gegen den Willen seines Vaters eine Buchhändlerlehre in Dresden. Zwischen 1890 und 1892 war er als Volontär beim S. Fischer Verlag tätig und studierte anschließend in Berlin und München. In den nächsten Jahren, in denen er seine ersten Erzählungen und Romane schrieb ( z.B. "Im Schlaraffenland. Ein Roman unter feinen Leuten.", 1900 ), reiste er quer durch Italien. Er galt als überzeugter Demokrat und Kritiker des Bürgertums. Diese Haltung kommt besonders in seinem Roman "Professor Unrat oder das Ende eines Tyrannen" zum Ausdruck. Er lehnte auch die autoritären Machtstrukturen im wilhelminischen Deutschland ab. 1916 verfasste er die Satire "Der Untertan", mit der er das Leben eines Mitläufers zur Zeit des deutschen Imperialismus kritisierte. Während der Weimarer Republik betonte Heinrich Mann die Notwendigkeit der deutschen Demokratie und der Versöhnung zwischen Deutschland und Frankreich durch die Essays "Macht und Mensch", "Geist und Tat" und "Die Bekenntnis zum Übernationalen". Derzeit schrieb er auch die Romane "Mutter Marie", "Eugénie oder Die Bürgerzeit" und "Die große Sache". 1931 wurde er zum Präsidenten der Sektion der Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste gewählt. Deshalb, und weil eine gemeinsame Front von SPD und KPD gegen Hitler forderte, wurde er zum Intimfeind der nationalsozialistischen Schriftsteller. Um nicht verhaftet zu werden, emigrierte er nach der Machtübernahme der NSDAP 1933 in die Tschechoslowakei und dann nach Frankreich. Dort widmete er sich antifaschistischen Essays wie z.B. "Depêche de Toulouse". Nach der Kapitulation Frankreichs floh Mann nach Los Angeles, wo er erfolglos Drehbücher schrieb. Er setzte sich auch im Exil kritisch mit dem Zeitgeschehen auseinander. Er starb am 12. März 1950 in Santa Monica , Californien.


Weitere Werke: "Die Jugend des Königs Henri Quatre"
"Die Vollendung des Königs Henri Quatre"
"Ein Zeitalter wird besichtigt"
"Die traurige Geschichte von Friedrich dem Großen"
"Empfang bei der Welt"


Während er in der DDR als antifaschistischer Schriftsteller und Theoretiker eine große Rolle in der sozialistischen Literatur spielte, wurde sein Lebenswerk in der BRD Anfang der 60er gewürdigt.