| Es ist 23:39 Uhr am 19.10.2017 |
 
 


Historischer Abriss zur Namensgebung "Zur Himmelspforte"

Collegium Amplonianum zur "porta coeli"
   
1412 Gründung des Collegiums als Bestandteil der alten Erfurter Universität durch Prof. Dr. med. Amplonius Rating aus Rheinbergen (am Niederrhein) in einem vom Erfurter Rat geschaffenen Haus Michaelistraße 44 "Porta Coelis".
   
1424 Erweiterung und feierliche Eröffnung desselben. Dieses Collegium war durch seine weithin bekannte Bibliothek ausgezeichnet, die jetzt noch den wertvollsten Teil der Stadtbibliothek Erfurt darstellt. Sie zählte 1480 rund 400 Busaren, zu denen auch der junge Luther gehörte. Sehr wahrscheinlich wohnte er zwischen dem 1. und 2. Semester sogar in der "Himmelspforte".
   
1785

Abriss des Gebäudes Michaelisstraße 44 wegen Baufälligkeit und Verlegung des Collegiums nach dem Grundstück Marktstraße 6. Das Haus hieß bis dahin "Alte Hofstatt", übernahm aber vom Collegium dann den Namen "zur porta coeli". (siehe Hausmarke über dem Eingang dieses alten Gebäudes)
Weiterführung des geistigen Weges des Collegiums Amplonianum im Sinne des "via moderna" zu einem Realgymnasium. Im Gegensatz zur "via antiqua", dem Weg zum humanistischen Gymnasium.

   
1816 Der Name "Zur Himmelspforte" verblieb diesem Grundstück auch, als das Collegium im Jahre 1816 zugleich mit der Universität der Auflösung verfallen war.
   
   
Realschule/ Realgymnasium/ Gymnasium
 
1820 Gründung einer Privatschule in der Futterstraße 5
   
1844 städtische Realschule durch Zusammenlegung der mathematischen Lehranstalt und einer evangelischen Knaben-Oberschule zu einer sechsklassigen Realschule in der Barfüßerstraße 22.
   
1859 Aufnahme in die Reihe der Realschulen erster Ordnung, aus der etwa zwanzig Jahre später das Realgymnasium erwuchs. (Realschulen zweiter Ordnung werden zur Oberrealschule - beide neuen Schulformen wurden mit Beginn des 20. Jahrhunderts dem Gymnasium gleichgestellt.)
   
1885 Übernahme als "Königliches Realgymnasium" vom preußischen Staat und Umzug in die Marktstraße 6. Vorerst inoffiziell übernahm die Schule den Namenszusatz "Himmelspforte", der für das Gebäude stand.
   
1928 Beginn des Schulneubaus in der Gustav-Freytag-Straße 65.
   
1930 Umzug der Schule in die Gustav-Freytag-Straße unter Beibehaltung des Namens "Zur Himmelspforte". (durch den Erlass des Ministers für Wissenschaft, Kunst und Weiterbildung vom 27. September 1928)
   
1951 Abschaffung des alten Traditionsnamens "Zur Himmelspforte" am 5. Januar 1951 und Weiterführung der Bildungseinrichtung unter dem Namen "Heinrich-Mann-Oberschule" bis 31. Juli 1991.
   
1991 Seit dem 1. August "Staatliches Gymnasium 5"
   
1993 Am 1. März Verleihung des Namens "Heinrich-Mann-Gymnasium".
   
2005 Zusammenlegung des "Heinrich-Mann-Gymnasiums" mit dem "Albert-Einstein-Gymnasium". Dadurch kurzzeitige Führung des Namens "Staatliches Gymnasium 5".
   
2005 Beginn der Sanierung der Schulorgel in der Aula mit Unterstützung des Fördervereins. Eine Schulorgel haben deutschlandweit nur noch zwei weitere Gymnasien.
   
2005 Die Schulkonferenz beschließt am 13. September einstimmig den Namenszusatz "Zur Himmelspforte", sodass das Gymnasium nun  Heinrich-Mann-Gymnasium Erfurt – Staatliches Gymnasium "Zur Himmelspforte" heißt.
   
2006 Am 31. März wird die offizielle Namensverleihung mit einer Festveranstaltung in der Aula begangen. Unter den zahlreichen Gästen sind der Oberbürgermeister Manfred O. Ruge und viele ehemalige "Himmelspförtner".
   
2008 Zusammenlegung des "Heinrich-Mann-Gymnasiums Erfurt, Staatliches Gymnasium Zur Himmelspforte" mit dem "Buchenberg-Gymnasium".